Nacht der Kirchen in Eppendorf

Herz auf laut

angelehnt an das Bibelwort Matthäus 12,34 "Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund" lautete das diesjährige Motto der Nacht der Kirchen in Hamburg.

Hierbei wird zunächst an laute Gefühle gedacht, die es gilt zum Ausdruck zu bringen und nicht zu verstecken oder zu unterdrücken. Aber es kann auch ein Umkehrschluss gelten, indem wir das Herz auf laut beim Empfang von leisen Tönen stellen und die feinen Töne und Schwingungen unserer Mitmenschen und der Natur wahrnehmen.

Und so haben unter dieser Prämisse die Gemeinden Volksdorf, Eimsbüttel und Eppendorf, wie auch in den Vorjahren, ein interessantes Programm zusammen gestellt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem gemeinsam gesungenen, und von Bläsern und Orgel begleiteten, Gemeindelied "Ich singe dir mit Herz und Mund" und einem Gebet von Bezirksältesten i.R. Fritz Göller, und einer Anekdote über einen kauzigen Lehrer seiner Schulzeit.

Klangschalen und Gongs erzeugten anschließend ein einzigartiges Klangerlebnis, das zum innehalten einlud. Töne - mal sanft mal kraftvoll angeschlegelt - füllten die Kirche mit wohltuenden Schwingungen, die vielleicht, oder hoffentlich einige Herzen öffneten.

Erstmals wurde in Eppendorf eine Ökumenische Andacht gefeiert. Die vier beteiligten Gemeinden gestalteten alles gemeinsam und es fühlte sich gut an. Gemeinsamer Einzug der "Pastoren", kurze Impulse von Jedem und sogar ein gemeinsam gespendeter Segen, ergaben ein harmonisches Ganzes. Jeder Teilnehmer erlebte dabei Neues und Vertrautes. Für den einen war zum Bespiel "schweige und höre" (Taize) vertraut, für andere neu. Die Posaunen von St. Martinus erklangen schön und markant, z. T. auch mit der Orgel zusammen. Viele sagten: Gerne wieder.

Als weiterer Höhepunkt zog dann der Hamburg Chor in die Kirche ein und trug a-cappela u.a. die Messe G-dur St. Crucis von Josef Gabriel Rheinberger, vor.
Die Liedauswahl zu "Darum will ich mein Leben lang ihn anrufen" belohnten die Zuhörer mit begeistertem Applaus und Kommentaren.

Während des gesamten Programms liefen im Foyer über Monitor zusammengestellte Eindrücke vom Internationalen Jugendtag in Düsseldorf und über eine "Social Wall" war Eppendorf auch in anderen Gemeinden präsent. Ein über den Abend gereichter Imbiss lud zum Verweilen und angeregten Gesprächen über "Gott und die Welt" ein.

Mit einem Gebet und Segen zur Nacht endete die Nacht der Kirchen in Eppendorf und die zu so später Stunde immer noch beachtliche Anzahl von Gästen verließ das Gebäude über die mit Flammschalen beleuchteten Treppenstufen.